Gašper und sein unvergessliches Erlebnis in Korea

Jedes Jahr freue ich mich auf den Sommer, aber dieses Jahr war ich besonders begeistert von seiner Ankunft. Im Rahmen des Projekts GETM3, das von European Horizon 2020 kofinanziert wird, wurde ich – unter allen Stipendiaten von Kolektor – ausgewählt, an einem einmonatigen Austauschprogramm in Südkorea teilzunehmen.

Gleich nach meiner Landung in Korea, am größten Flughafen des Landes in Incheon, traf ich an der Bushaltestelle nach Gumi zwei lokale Studenten. Zwei sehr gesprächige Mitreisende wollten alles über mich wissen. Spät am Abend erreichten wir unser endgültiges Ziel. Meine neuen Bekannten waren sehr hilfsbereit und riefen mir ein Taxi. Während meines gesamten Aufenthalts in Korea war ich angenehm überrascht von der Freundlichkeit und Geselligkeit der Koreaner.

„Gestärkt durch Reis“

Wenn ich an Korea denke, fällt mir als Erstes Reis ein. Ja, sie essen dort sehr viel Reis – anstelle von Brot und als Beilage. Da ich kein großer Fan von Reis bin, entschieden wir uns mehrmals für koreanisches BBQ. Doch selbst dort mussten wir die Rippchen selbst grillen – Kohle, Grill und rohes Fleisch wurden uns bereitgestellt. Die meisten koreanischen Gerichte sind ziemlich scharf, und ihre Vorstellung von „mild gewürzt“ brachte mich oft zum Weinen.

Arbeit, Arbeit und noch mehr Arbeit

Die ersten 14 Tage wohnte ich nur 10 Minuten mit dem Bus von Kolektor Sinyung entfernt. Direktor Jure Brus stellte mir das Unternehmen vor und erklärte mir die Arbeitskultur in Südkorea. Das Arbeitstempo ist extrem hoch, und ich hatte das Gefühl, dass die Zeit im Büro wichtiger ist als die Zeit zu Hause. Nur die Wochenenden sind für die Familie reserviert. Besonders deutlich wird dies am Arbeitsrhythmus eines Einkaufszentrums in Seoul – geöffnet von 20 Uhr abends bis 5 Uhr morgens.

Während meines Aufenthalts besuchte ich mehrere lokale Unternehmen wie ABB, ENGEL im Norden und Dongshin im Süden sowie kleinere Firmen in Gumi. Um Wissen zu teilen und neue Projekte zu gewinnen, hielt ich eine Präsentation über Additive Manufacturing, die auf großes Interesse und viele Fragen stieß.

Nach den ersten zwei Wochen zog ich nach Daegu und an die renommierte Kyungpook National University, wo ich Professor Ui Wook Hwang kennenlernte. Wir sprachen über meine Reisen in Korea und die Zusammenarbeit mit jungen Start-ups. Er erklärte mir, dass die sprichwörtliche Arbeitsdisziplin der Koreaner aus der Zeit des Krieges stammt, als Städte zerstört waren und die Menschen ohne Sicherheiten hart arbeiten mussten, um ihr Leben wieder aufzubauen.

Freie Tage

Einige Tage konnte ich als Tourist verbringen. Ich besuchte die Hauptstadt Seoul, die traditionsreiche Stadt Gyeong und die berühmte Insel Jeju – ein wirklich außergewöhnlicher Ort.